Co-Abhängigkeit und ihre Folgen
Was Sucht für die Familie bedeutet: Die neue "Terra Xplore"-Folge im Livestream
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von Annalena GraudenzWelche Auswirkungen hat die Sucht eines Familienmitglieds? Mit dieser Frage beschäftigt sich "Terra Xplore".
Bild: Daniels C/peopleimages.com - stock.adobe.com
In einer neuen Folge der Wissenschaftsreportage "Terra Xplore" geht Moderator Leon Windscheid der Frage nach, inwieweit Süchte in der Familie unser Leben beeinflussen und spricht mit Betroffenen wie der ehemaligen GNTM-Kandidatin Betty Taube.
9. Februar um 18:30 Uhr im Livestream: "Terra Xplore"
Die neue Staffel von "Terra Xplore" widmet sich der großen Frage, welche Auswirkungen unsere Kindheit auf unser späteres Leben hat. Wie stark beeinflussen Beziehungen, wie geht man mit Leistungsdruck und Suchterkrankungen im eigenen Elternhaus um? Co-Abhängigkeit ist das Thema der Folge vom 9. Februar. Wenn Eltern erkrankt sind, kann sich das auf ihre Kinder und deren gesamtes Leben auswirken - auch Jahre später noch.
In "Sucht in der Familie: Bist du co-abhängig?" trifft Leon Windscheid auf Model und Influencerin Betty Taube. Die heute 30-Jährige ist schon während ihrer Teilnahme an Germany's Next Topmodel bekannt für ihre fröhliche Art. Schnell wird sie zum TV-Liebling. Was viele nicht wissen: Betty wurde als Kind von ihrer suchtkranken Mutter vernachlässigt, lebte im Kinderheim. Während der Dreharbeiten zu GNTM verstirbt die Mutter. Erst Jahre später folgt Bettys Zusammenbruch und die Diagnose Depression. Heute hat das Model ihre Kindheit in einer Therapie aufgearbeitet, ihre Krankheit in den Griff bekommen und blickt versöhnlich auf ihre Mutter zurück.
Was hat es mit Co-Abhängigkeit auf sich?
Bei einer Straßenumfrage in Berlin wird Leon Windscheid klar, wie präsent das Thema Sucht in den Köpfen und im alltäglichen Leben vieler Menschen ist. Auch der Begriff Co-Abhängigkeit taucht immer wieder auf. Damit wird ein Zustand beschrieben, bei dem neben der suchtkranken Person noch weitere Menschen, meist Angehörige, in die Abhängigkeit verwickelt sind und durch ihr Verhalten sogar die Sucht bestärken. In der Reportage kommt auch Suchtforscher Prof. Johannes Lindenmeyer zu Wort, der über 20 Jahre lang eine Klinik für Alkohol- und Medikamentenabhängige geleitet hat. Er weiß, dass zu jedem süchtigen Menschen im Schnitt fünf Personen im Umfeld gehören, die ebenfalls von der Krankheit betroffen sind.
Lindenmeyer sieht den Begriff der "Co-Abhängigkeit" allerdings kritisch, da damit die Menschen im Umfeld gleichermaßen zu potenziell Kranken erklärt würden. Wer mehr erfahren möchte, kann am 9. Februar um 18:30 Uhr über Joyn einschalten.